Warum sollte ich in meinem Aquarium eine Osmoseanlage installieren? 

Eine der Basisvoraussetzungen, um Zierfische richtig im Aquarium zu halten ist sauberes Wasser. 
Aquarium mit Osmseanlage betreiben

Es ist ein Trugschluss anzunehmen, dass es ausreichend ist, das Aquarium mit einfachem Wasser aus der Leitung aufzufüllen. Der Großteil der gängigen Pflanzen und Zierfische sind darauf angewiesen, dass das Wasser, in dem sie leben, sehr sauber ist. Des Weiteren benötigen sie verschiedene Wasserwerte. Wenn das im Aquarium befindliche Wasser nicht genau und optimal auf die Anforderungen der Bewohner abgestimmt ist, können die Fische und Pflanzen krank werden und im schlimmsten Fall sogar sterben. Abhilfe kann hier eine Osmoseanlage für das Aquarium schaffen.

In unserem Wasser, das aus der Leitung kommt, sind circa 30000 Inhaltsstoffe enthalten, und einige davon können großen Schaden anrichten. Darunter befinden sich beispielsweise Pilze, Bakterien und Viren sowie Pestizide. Zwar unterliegt das Trinkwasser aus der Leitung strengen Regularien, was die Obergrenzen für Schadstoffe wie Nitrat, Uran und Nitrit angeht, diese sind aber auf den Menschen abgestimmt, nicht auf Fische. Im Handel erhältliche Wasserfilter, helfen zwar, Verunreinigungen aus dem Wasser zu filtern, ausreichend um die Fische und Pflanzen gesund zu halten, sind diese allerdings nicht. Anders sieht das bei den bereits erwähnten Osmoseanlagen aus.

Eine Osmoseanlage ist dazu in der Lage, fast hundert Prozent der Schadstoffe und Verunreinigungen aus dem Leitungswasser zu entfernen. Das Ergebnis, das aus dem gefilterten Wasser entsteht, wird auch Osmosewasser genannt. Das Osmosewasser lässt sich gleichsetzen mit dem Wasser, das in natürlichen Quellen zu finden ist, es ist genauso rein. Wird das Osmosewasser für ein Aquarium genutzt, versorgt es die Pflanzen und Fische mit einem Wasser von höchster Sauberkeit und Qualität. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch Kalkablagerungen vorgebeugt wird. Die Reinigung des Aquariums kann damit viel seltener erfolgen, als ohne die Osmoseanlage.

Welche Arten der Osmoseanlangen gibt es und wie sind ihre Funktionsweisen?

Es lässt sich hier unterscheiden zwischen Unter- und Auftisch Anlagen bei den Osmoseanlagen für Aquarien. Die Auftischanlage wird auf dem Tisch angebracht, diese benötigen zwei Behälter für Wasser und eine Versorgung mit Strom. Durch eine eingebaute elektronische Pumpe, filtert diese das Wasser und gibt es in dem anderen Behälter als das gewünschte Osmosewasser wieder aus. Ein Nachteil ist, dass diese nicht sehr zügig arbeitet, der Wechsel des Wassers kann damit schon einmal mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Zur Installation wird relativ viel Platz benötigt und das Handling ist nicht sehr bedienfreundlich, besonders bei der Gerätereinigung und dem Wechsel des Filters. Das Abwasser, das hier produziert wird, liegt im Verhältnis 1 zu 3.

Moderner ist hier die Lösung durch eine Untertischanlage. Diese kann dezent unter der Spüle angebracht werden und in dieser Position direkt mit der eigentlichen Wasserleitung verbunden werden. Auf eine elektronische Pumpe kann hierbei verzichtet werden, da der Druck in der Leitung bereits genügt, um das Wasser in die Osmoseanlage zu pumpen. Das entstehende Abwasser wird direkt in den Abfluss abgeleitet. Bei den Untertischanlagen gibt es verschiedene Ausführungen, es gibt die Anlagen mit einer Direktentnahme und Wassertanks. Das System mit den Wassertanks funktioniert wie bei den Osmoseanlagen die auf dem Tisch installiert werden. Hier kann das Problem auftreten, dass das Osmosewasser zu lange in dem Wassertank bleibt und sich hier wiederum schon neue Bakterien und Viren ausbreiten. Auch gibt es hier ein hohes Abwasseraufkommen.

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